Illustration eines Papp-Arbeitsplatzes mit Stuhl und Tisch, umgeben von kreativen Symbolen
Stadtrundgänge

DDR-Geschichte(n)
in Hamburg auf der Spur…

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Anlässlich des Internationalen Tages der Demokratie am 15. September bieten Theresa Hertrich und Jan Krawczyk von der Public History der Universität Hamburg zwei interaktive Stadtrundgänge an, bei denen wir uns an (un-)sichtbare Orte von DDR-Geschichte begeben können. Es sind die persönlichen Erinnerungsorte von Menschen, die zu verschiedenen Zeiten und auf unterschiedlichen Wegen aus der DDR nach Hamburg gekommen sind. Was haben die Trostbrücke 1 oder der Fischmarkt mit DDR-Erinnerung zu tun oder warum hatten Orte wie der Jungfernstieg und das Hanseviertel für Menschen aus der DDR eine besondere Bedeutung?

 Die Collage zeigt den Hamburger Hafen mit einem Schiff im Vordergrund und den markanten Türmen des "Michel" im Hintergrund. Daneben sind Abschnitte der Berliner Mauer zu sehen, was eine ungewöhnliche Kombination von Wahrzeichen beider Städte darstellt. Hochhäuser und typische Hafenarchitektur ergänzen die Szene.

Stadtrundgänge

15.09.2025, 10.30 Uhr

Rundgang 1

Platz der Deutschen Einheit am Mauerstück direkt vor der Elbphilharmonie

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Rundgang 1 beginnt am Platz der Deutschen Einheit. An diesem Ort geht es um die Frage, welchen Stellenwert der Tag der Deutschen Einheit heute erinnerungskulturell einnimmt. An der Trostbrücke 1 befand sich seit 1970 die Hilfsorganisation „Flüchtlingsstarthilfe“. Sie stand mit Rat, Tat und Sachspenden zur Seite und vermittelte an wichtige Anlaufstellen in Hamburg. Der Verein arbeitete eng mit dem „Hilfswerk der Helfenden Hände“ zusammen. Durch ihre Aktivitäten gerieten sie auch ins Visier der Stasi, die solche Organisationen als ‚feindlich‘ betrachtete und sie daher auch in Hamburg intensiv beobachtete. Am Jungfernstieg soll es darum gehen, inwieweit bekannte Orte auch für persönliche Erinnerungen des Ankommens in einer neuen Stadt wichtig sind. An der letzten Station der Tour, dem Hanseviertel, spüren wir der Frage nach, ob Hamburg ein Sehnsuchtsort war und wie dieser von Zeitzeug:innen wahrgenommen wurde.
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15.09.2025, 15.00 Uhr

Rundgang 2

Vor der Fischauktionshalle auf der Elbseite

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Rundgang 2 führt uns an die Elbe. Wir befinden uns hier vor allem auf und rund um den Fischmarkt, der nicht nur touristischer Hot-Spot war und ist, sondern auch für Ankommende aus der DDR ein wichtiger Ort waren. Dies zeigte sich auch nach dem Mauerfall, als viele Menschen aus der DDR die Hansestadt besuchten. Wie der Fischmarkt war auch die Reeperbahn für viele der Zeitzeug:innen ein Ort, den man in Hamburg einfach besucht haben muss. Außerdem spielt noch ein weiterer Ort des Ankommens im Jahr 1989 eine zentrale Rolle: die Casa Marina — ein Schiff ganz in der Nähe des Fischmarkts, das auch für Menschen aus der DDR - vor allem kurz nach dem Mauerfall - zu einem vorübergehenden schwimmenden Zuhause wurde.

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